Tusem Essen - SpVgg Steele 03/09  3:4 (1:2)

 

Die SpVgg Steele trat mit zwei fehlenden Stammspielerinnen bei Tusem Essen an. Die Prognose zum Spiel sollte trotzdem keinen Zweifel aufkommen lassen wer hier als Sieger vom Platz geht.
Steele war von Beginn an in guter Vorwärtsbewegung, der Ball lief noch ruhig durch die Reihen.
Leider wir das mit zunehmender Spielzeit anders, man glich sich der Spielmanier des Gegners an und geriet immer mehr in Hektik.
Dies schien sich auch auf die Torhüterin der Teufelinnen zu übertragen, anders kann man sich es nicht erklären das Steeles Torfrau den Ball in der 22 Minute so zaghaft aus dem Sechszehner spielte und damit von der Stürmerin des Tusem mit Leichtigkeit erlaufen wurde.
Die ließ sich nicht lange bitten und verwandelte das Geschenk zum 1:0.

Von nun an bekam Tusem Oberwasser und drängte Steele mehr in die eigene Hälfte. Leider wurde das Spiel nun nicht mehr von schönen Spielzügen geprägt, das Mittelfeld wurde von beiden Mannschaften durch hohe Bälle überbrückt.
Dies konnte  Steeles Beriwan Welter in der 32 Minute nutzen, und ließ Tusem's Torfrau nicht den Hauch einer Abwehrmöglichkeit.
Es wäre angebracht gewesen  wenn man sich wieder auf eine ruhigere Spielweise besonnen hätte, aber es ging mit  “Pöhlen“ über weite Strecken weiter.
Zu diesem Zeitpunkt war man weit weg von einem guten Fußballspiel, umso erfreulicher der fulminante Schuss aus 20 Meter auf das Gehäuse der Gastgeberinnen von Marina Jung in der 37. Minute.

Mit einem 1:2 ging es dann in die Pause.
Nach Wiederanpfiff sofort wieder das gleiche Bild, es kamen selten gute Spielzüge zu Stande. In der 54. Minute kam Laura Buschmann für Melissa Bender ins Spiel, die ihre Aufgabe gut erfüllte.
Der Wechsel mit Laura bringt „ Beri“ nun in die Stürmer Position, so daß sich das Bild sofort änderte. Der Druck auf die Hintermannschaft wuchs nun zusehends.

 Leider genau in diese Drangphase der Teufelinnen fiel das 2:2 in der 56 Minute.
Hier war ein dummer Fehler in der Hintermannschaft der ausschlaggebende Grund.
Aber einen rabenschwarzen Tag erwischte Steeles Torfrau an diesem Tag, beim Versuch den Ball aus dem Sechzehnender zu schlagen traf sie Tusem’s Stürmerin und der Ball prallte ins Tor.
Der Schock zum 3:2 war den Spielerinnen anzumerken, Tusem Essen jetzt in der Erfolgsspur?
Es bedurfte nur weniger Minuten bis man sich wieder gesammelt hatte, genau gesagt zwei Minuten.
Sofort wurde  der Ball wieder auf die pfeilschnelle Beriwan Welter gespielt, die mit Leichtigkeit die Abwehr übersprintete und zum 3:3 einschoß.
Der Anstoß vom Mittelkreis wurde postwendend von Steele‘s Spielerinnen abgefangen und als nächste Möglichkeit erfolgte das Zuspiel wieder auf Beri die sich geschickt  löste und Tusems Torfrau in der 66 Minute keine Chance ließ, nun stand es 3:4.
In der 69 Minute wechselte Steele‘s Trainer Kirstein Elena Gustrau für Bernice Ciesilski aus, die im Verlauf leider ihre Chance ein weiteres Tor für die Teufelin zu schießen nicht nutzen konnte.
Einen guten Einsatz zeigte heute auch wieder Vanessa Schwarze die in den letzten Spielen etwas unter ihrem Können blieb.
Mit diesem Ergebnis können die Steelerinnen heute zufrieden sein, denn bei diesen Lokalderby‘s ist immer eine große Unbekannte dabei.
Die große Unbekannte war mit Sicherheit Beriwan Welter.

 

Autor: Krügel

FC Remscheid - SpVgg Steele 03/09  1:2 (0:0)

Eine Woche später startet die Damenmannschaft von der SpVgg Steele 03/09 in die neue Saison.
Das frühe Aus im Niederrhein-Pokal durch eine 1:0 Niederlagen bei  Fortuna Millingen, ließ nichts Gutes erhoffen.
Somit stand man am heutigen Sonntag einer ähnlich spielenden Mannschaft gegenüber, wer sich  den FC Remscheid am vergangenen Sonntag gegen TG Hilgen mal angeschaut hat, wird dies sehr schnell bemerkt haben.
Und genau so begann das Spiel des FC Remscheid auch, viele lange Passe auf die Stürmerinnen und frühes Stören im Spielaufbau der Steeler Damen.
Steele versuchte anfangs noch die Bälle durch die Reihen laufen zu lassen, doch mit der Zeit, setzte man auch die Stürmerinnen mit langen Bällen in Aktion.
Leider scheiterten die schnelle Beriwan Welter und Katrin Krügel an der gut mitspielenden Torhüterin, auch der Schuss von Nina Blume über die weit vor dem Tor stehende Torhüterin fand nicht das Eckige.
In der ersten Halbzeit hatte man einen ebenbürtigen Gegner vor sich, es wurden sich auf beiden Seiten gleichermaßen Chancen erspielt und verspielt.
So dass zur Halbzeit noch nicht der geringste Vorteil für eine Mannschaft zu sehen war.
Leider zeigt sich das Wetter nicht mehr von seiner schönen Seite, denn es zogen dunkle Regenwolken auf.
Der Anfang der zweiten Halbzeit war mit leichten Regenschauern begleitet und Steele kommt ab der 60 Minute immer besser ins Spiel, der Ball läuft besser durch die Reihen, es wird nun gut kombiniert.
Die Remscheider Damen wirken immer kraftloser, das dauernde Power-Play nagt an der Kondition.
Die Essener Teufelinnen bekommen immer mehr Oberwasser, bis in der 62 Minute nach einem Eckball, der rein gegebenen Ball aus zentraler Position am Rande des Sechszehneners ein flacher Schuss im Tor der Steelerinnen landete.
Spätestens jetzt kommen wieder die Erinnerungen aus dem Pokalspiel hoch, ja da schaute man schon etwas betöppelt rein, 1:0 war nicht das was man brauchte.
Gerade noch Spielbestimmend und nun der Rückstand, aber gerade wohl aus diesem Grund, legte man noch einen Schritt zu.
Leider legte der Regen auch einen Schritt zu, er wird immer stärker und ein Gewitter zog auf, das Spiel musste für circa 10 Minuten unterbrochen werden, dann ging es entlich weiter.
Die in der Halbzeitpause eingewechselte Bernice Ciesielski  machte jetzt auf der rechten Seite zusätzlich Betrieb, sowie die in der 51 Minute eingewechselte Vanessa Mathar konnte dem Spiel mehr Sicherheit geben.
Die Abwehr um Spielführerin Marina Märker entlasteten nun Torfrau Marisa Jansen merklich, keine Experimente am Ball sondern sicherer Fußball.
Nun beginnt eine wahre Schlacht, der Regen nimmt die Herausforderung genau so an, wie die Steelerinnen.
Ein langer Ball, gespielt von Martha Marcinkowski , versuchte Remscheid Torhüterin weg zu fausten, trifft aber dabei den Kopf von der heran stürmenden Katrin Krügel, der Ball landet dabei genau vor Bernice Ciesielski  Füßen, die ihn im Kasten des Gegners unterbringt.
Der Wille hier nicht als Verlierer vom Platz zu gehen zahlt sich jetzt schon aus, 1:1 ist aber nicht was die Teufelinnen aus Essen wollten.
Nach 86 Minuten kann Laura Valcarcel Ribeiro mit einem sehenswerten Kopfball, genau ins linke Eck auf 1:2 erhöhen.
Die Steeler Damen haben in der letzten halben Stunde mehr an Kampfkraft gegeben, so ist die Führung auch völlig gerechtfertigt.
Denn schon 2 Minuten später hätte Laura V. Ribeiro noch zum 1:3 einlochen können, der von Katrin Krügel quer vor das Tor der Remscheiderinnen gespielte Pass verfehlte das Tor knapp.
Pudelnass aber sehr glücklich über den ersten Saisonsieg, konnte man sich endlich ins trocken begeben.
Die Remscheider Damen sind mit Sicherheit für viele Mannschaften eine harte Nuss, die nur mit Geduld zu knacken ist.

Autor: Krügel

Steeler Teufel